Mit den wöchentlich stattfindenden Treffen im August hat das gemeinsame Projekt des Arbeitskreis Noah mit dem HGM und dem Foto Arsenal unter dem Titel „Am Steuerrad meiner Geschichte“ ordentlich Wind in die Segel bekommen. Das gemütliche Ankommen bei Snacks und Getränken im Park vor dem Museum am Beginn jedes Termins hat sich dabei mittlerweile zu einer kleinen Tradition entwickelt. Nachdem wir bei den ersten beiden Terminen bereits einen Einblick in das Atelier Holz des HGM erhielten, öffnete dieses Mal das Atelier Kunst seine normalerweise für die Öffentlichkeit verschlossenen Türen für uns.

Die Gemälderestauratorin Christina Rieder stellte uns ihren Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt vor und ermöglichte uns so einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Restaurierung historischer Gemälde. Für die Museumsbesucher:innen bleibt die Arbeit der Restaurator:innen zumeist unsichtbar. Bei unserem Besuch jedoch durften wir einen kleinen Eindruck gewinnen, welche Arbeitsschritte nötig sind, damit die historischen Gemälde bestmöglich erhalten werden. Auch grundlegende Fragen der Restaurierung, beispielsweise über den angemessenen Grad der Eingriffe in das Originalkunstwerk, wurden diskutiert.

Nach einer kleinen Mittagspause ging es weiter in die Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft. Österreich 1918 – 1955“ im HGM. Die Jugendlichen traten mit vielen offenen Fragen zum Weg in die Diktatur, zum Austrofaschismus und zum Nationalsozialismus an die Objekte heran, die dann im Dialog geklärt werden konnten. Die Diskussion eröffnete gleichzeitig einen sicheren Raum zum Austausch über aktuelle politische Themen, die die Jugendlichen bewegen.

Nach den vielen Eindrücken des Ateliers und der Ausstellung, konnten wir zum Abschluss wieder selbst kreativ werden. Dieses Mal arbeiteten wir dafür mit Stoff und Farbe und gestalteten gemeinsam unsere individuellen Friedens-Flaggen. Aufbauen auf unseren bisherigen Erfahrungen stellten wir uns als Ausgangspunkt die Frage: „Was bedeutet Frieden für mich persönlich?“. Neben unseren Collagen des vorherigen Termins wollen wir auch die fertigen Flaggen später noch weiterverarbeiten. Schritt für Schritt beginnt unser künstlerisches Projekt Form anzunehmen und wir blicken zuversichtlich auf die weitere Umsetzung!