Nachdem die ersten Samen in der ersten Juliwoche eingepflanzt worden waren, hat sich im Beet und im Garten des Haus Neu Albern viel verändert. Die Bewohner pflegten das Beet und den Garten regelmäßig. Zusätzlich entstanden weitere Beete im Garten, neue Hochbeete wurden gebaut und weitere Samen ausgesät.

Neben den Blumen und dem Gemüse wuchs auch die Gemeinschaft rund um den Garten. Immer mehr Bewohner zeigten Interesse an dem Garten und dem Projekt und beteiligten sich an dessen Gestaltung und Pflege.

Schon bald konnte die erste Ernte aus den Beeten eingebracht werden. Beim gemeinsamen Kochen wurde das selbst angebaute Gemüse verarbeitet und anschließend gemeinsam gegessen. Auf diese Weise wurden die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit erlebbar und zu einem Teil des gemeinsamen Alltags.

Mit dem Ende des Projekts mit dem Kunsthaus stand auch der Abschluss der gemeinsamen Arbeit bevor. Um die Zusammenarbeit mit Birgit von „Paradise Found“, den Kunstvermittler:innen des Kunsthauses und insbesondere das Engagement der Bewohner zu würdigen und gemeinsam zu feiern, wurde zusammen mit den Bewohnern des Haus Neu Albern ein Beet-Fest organisiert.

Bereits ab 10 Uhr morgens standen die Bewohner gemeinsam in der Küche und bereiteten verschiedene Speisen zu. Dabei wurde viel gelacht, voneinander gelernt und sich über unterschiedliche Kulturen und Essgewohnheiten ausgetauscht. Die Vorfreude auf das Fest, das gemeinsam gekochte Essen und das anschließende Beisammensein war deutlich spürbar. Mit großer Motivation beteiligten sich die Bewohner auch am Aufbau des Festes.

Im Rahmen des Festes wurden außerdem die Fotografien präsentiert, die beim vorletzten Zusammentreffen gemeinsam ausgewählt worden waren. Zusammen mit den Bewohnern wurden die Bilder auf dem Fußballfeld des Haus Neu Albern aufgehängt und so für alle Betreuer:innen und Betreuer sichtbar gemacht.

Mit Neugier und Freude beteiligten sich die Bewohner an der Präsentation der Fotografien. Die Teilnehmer des Projekts waren stolz auf die entstandenen, selbst aufgenommenen Bilder. Besonders wichtig war für sie, den anderen Bewohnern sowie den Betreuer:innen des Hauses die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit und die Entwicklung des Beetes zeigen zu können.

Zum Abschluss wurde gelacht, getanzt und gemeinsam auf die Arbeit der vergangenen Monate zurückgeblickt und angestoßen. Das Beet war im Laufe des Projekts zu einem Ort des gemeinsamen Arbeitens, Lernens, Entspannens und Zusammenkommens geworden und bietet auch Raum für Ablenkung vom Alltag. Neben den Pflanzen und der Ernte ist vor allem eine Gemeinschaft gewachsen, die das Projekt über die einzelnen Treffen hinaus geprägt hatte.