Mit großem Interesse und Freude nimmt die Einrichtung Haus Neu Albern der Diakonie erstmals am diesjährigen Kultur-Transfair XVI teil. Bereits beim ersten Austauschtreffen entstand ein guter und harmonischer Kontakt mit dem KunstHausWien. Inspiriert von der aktuellen Ausstellung Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures entstanden beim Austausch erste Ideen für das gemeinsame Projekt Wachsende Gemeinschaft.

Beim konzeptionellen Treffen im Haus Neu Albern wurden diese Ideen weiter ausgearbeitet. Die Mitarbeiter:innen des KunstHausWien lernten die Einrichtung, die Bewohner und den Alltag im Haus kennen. Durch den gemeinsamen Austausch wurde schnell deutlich, welche Themen und Aktivitäten für die Bewohner besonders interessant sind.

Das Projekt soll vor allem praktisch und gemeinschaftlich gestaltet werden. Die Bewohner sollen selbst aktiv werden, Neues ausprobieren und gemeinsam etwas schaffen. Gleichzeitig bietet das Projekt die Möglichkeit, mehr über Samen, Natur und Nahrung zu lernen. Im Vordergrund steht dabei die Förderung des Interesses an Kunst und Kultur. Durch die Besuche im KunstHausWien lernen die Bewohner nicht nur die Ausstellung kennen, sondern erhalten auch einen praktischen Einblick in die Nutzung des Kulturpasses. Dadurch sollen Berührungsängste abgebaut und der Zugang zu kulturellen Angeboten erleichtert werden.

Am 11. Juni startete schließlich das Projekt. Zum Auftakt gab es einen kleinen Icebreaker zwischen den Bewohnern, den Mitarbeiter:innen des Hauses Neu Albern, der Gartenexpertin Birgit Berman und der Kunstvermittlerin des KunstHausWien. Dabei tauschten sich alle über ihre Erfahrungen mit dem Pflanzen von Samen und ihre Verbindung zur Natur aus. Auch die mitgebrachten analogen Kameras waren Thema des Gesprächs. Gemeinsam wurden die Filme eingelegt und die ersten Aufnahmen gemacht.

Anschließend folgte eine Einführung in verschiedene Gartengeräte und deren Verwendung bei der Beetpflege. Das Gelernte konnte direkt umgesetzt werden: Gemeinsam wurde das Beet von Unkraut befreit und für die Aussaat vorbereitet. Die Arbeit im Garten bereitete allen große Freude und wurde von den Bewohnern fotografisch dokumentiert. So wurden bereits beim ersten Termin die ersten Samen für eine wachsende Gemeinschaft gesät.