Das Projekt „Einrichten“, eine Kooperation zwischen dem MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst und der Einrichtung wohn:mobil – “wieder wohnen“, ist schon in vollem Gange. Was passiert? Eine Gruppe von ehemals wohnungslosen Menschen, die vor kurzem wieder in eine eigene Wohnung gezogen sind, beschäftigt sich mit dem Thema Einrichten mit geringen Ressourcen und speziell mit dem Selberbauen von Möbeln (DIY). Wie haben die TeilnehmerInnen Ihre Wohnungen eingerichtet? Fehlen noch Möbel – vor welchen Problemen stehen sie? Wir schauen (auch) in die Designgeschichte: Welche Ideen haben DesignerInnen zu diesen Themen entwickelt? Welche Objekte findet man dazu im Museum?

Bei diesen Projekt kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen, mit verschiedenen Erfahrungen und Formen von Wissen: Die Kulturvermittlerin Beate Lex, die SozialarbeiterInnen Georg Knöll und Lena Kauer, der Möbelkustode Sebastian Hackenschmidt – Experte für DIY-Möbel –, der WUK-Werkstättentischler Reinhard Herrmann, der Designer Klemens Schillinger, die Graphikerin Martina Fischmeister, der Photograf Nick Mangafas und nicht zuletzt Monika Wagner von Hunger auf Kunst und Kultur, die als Initiatorin den Kultur-Transfair erst ermöglicht.

Im Mittelpunkt stehen die TeilnehmerInnen selbst, als ExpertInnen ihrer Lebenswelt. Sie lernen die  TeilnehmerInnen Möglichkeiten des DIY (Do-It-Yourself) kennen und selbst anwenden: Nach einer eingehenden Beschäftigung mit dem Thema im MAK und speziellen Führungen dazu waren wir letzte Woche schon in der WUK-Werkstätte und haben begonnen an unserem Berliner Hocker aus der „Hartz IV“-Möbelserie von Van Bo Le-Mentzel zu bauen. Im nächsten Schritt werden wir dann zusammen mit dem Designer Klemens Schillinger an einem Prototypen für eine DIY-Küche arbeiten. Günstige Materialien, einfache Bauweise, leichter Transport – die Anforderungen sind nicht einfach, aber das gemeinsame Know-how aller Beteiligten stimmt uns optimistisch. Am Ende sollen nämlich auch viele andere Menschen, die bei „wieder wohnen“ wohn:mobil andocken, von den Projektergebnissen profitieren. Zwei Produkte sollen entstehen: der Prototyp der DIY-Küche sowie eine Broschüre, welche die Bauanleitung dieser DIY-Küche beinhaltet und KlientInnen darüber hinaus Informationen zum Thema Einrichten und Selbermachen bietet.

Wir haben also noch einiges vor, stay tuned (:

 

Herstellung des „Berliner Hockers“ in der WUK-Tischlerwerkstätte