Hunger auf Kunst und Kultur bringt Menschen zusammen – auch jene, die gemeinsam maßgeschneiderte Kulturangebote für benachteiligte Menschen entwickeln und realisieren. So haben sich am 3. März das Heeresgeschichtliche Museum, der Sozialverein Arbeitskreis Noah und das FOTO ARSENAL WIEN im Café des HGM für das Projekt „Kultur Transfair“ getroffen. Bei diesem ersten Kennenlernen wurden verbindende Elemente herausgearbeitet und gemeinsame Visionen entworfen. Als Ausgangspunkt wurden zwei erste Termine mit Museumsführungen geplant, bei denen interessierte Jugendliche für ein ganz besonderes Projekt an Bord geholt werden sollen.
Im Verlauf des Projekts „Am Steuerrad der Geschichte – Mitdenken, Mitgestalten, Mitverantworten“ (AT) werden die Teilnehmenden aktiv eingebunden und gestalten dieses mit: Sie beschäftigen sich mit der Frage, wer welche Geschichte(n) erzählt und wie diese sichtbar werden: ausgehend von ausgestellten Objekten im HGM bis hin zu Fake News in den digitalen Medien. Dabei werden nicht nur persönliche Schnittpunkte mit den Artefakten und Memes erlebbar, sondern auch berufliche Perspektiven eröffnet. Durch die Zusammenarbeit mit den Restaurator:innen des HGM öffnen sich für sie die Türen zu vier Ateliers des Hauses. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt werden, wie die Jugendlichen Berufseinblicke gewinnen und sich selbst künstlerisch und handwerklich einbringen können.
Anschließend ging es im Rahmen unseres Planungstreffen zum Rundgang durch die aktuellen Ausstellungen „Across the Water“ von Michelle Piergoelam und „Daido Moriyama. Retrospective“. Im FOTO ARSENAL WIEN konnte das Besprochene direkt vertieft werden. Geprägt von den vorherigen Gesprächen wurden vielfältige Perspektiven entdeckt, in denen sich Jugendliche selbst verorten und als (historisch) wirkmächtig begreifen könnten. Auch für uns erwies sich der gemeinsame Austausch – geprägt von unterschiedlichen Zugängen und persönlichen Erfahrungen – als Quelle kreativer Inspiration, und wir blicken motiviert auf die weitere Zusammenarbeit.

